Norwegen und Schweden mit dem Wohnmobil

||Norwegen und Schweden mit dem Wohnmobil

Tipps zur Reisevorbereitung – Norwegen und Schweden mit dem Wohnmobil

Lieber Leser,

in diesem Camperent-Magazin Beitrag findest du Praxisinfos für deinen Skandinavien-Urlaub. Buche jetzt ein Wohnmobil bei camperent. Neben einer Checklist zur Sicherheit und zum Reisebudget sowie Infos zu Einreise und Zoll haben wir Tipps zum Auffinden schöner Stellplätze und zum Jedermannsrecht für dich zusammengestellt.

Auf nach Norwegen! Anfahrt und Navigation

Navigation nach Norwegen und SchwedenDirekt nach Norwegen bringt dich die Fähre ab Kiel. Alternativ passierst du bei einer Überfahrt vom Rostocker Überseehafen nach Gedser kurz Dänemark und gelangst über Schweden in das Land der Lofoten (www.faehren.de).

TomTom bietet dir die neueste Einzelkarte Skandinavien ab 44,95 Euro zum Download.
Alternativ zu Navi-Systemen kann man die kostenlosen Google Maps zur Navigation nutzen. Dabei wählst du zwischen der schnellsten Verbindung, langsameren Alternativrouten, Straßen ohne Maut etc. Ziele können Städte sein, große Einkaufsmärkte + Ortsname oder GPS-Koordinaten.

Was ist zu beachten bei Einreise und Zoll in Norwegen und Schweden?

In Schweden reisen EU-Bürger mit gültigem Personalausweis oder geltendem Pass oder Kinderreisepass ein. Der deutsche Führerschein reicht aus.

Das Land der Elche ist kein Euro-Land. Mit der Schwedischen Krone (SEK) zahlst du am gebräuchlichsten per Karte, auch sehr kleine Rechnungen.

Weitere Infos zu den Gebühren für Bankabhebungen unter:
» Geld abheben und bargeldlos Bezahlen im Ausland.

Alkohol dürfen Erwachsene ab 20 Jahren für den Eigenbedarf in Schweden einführen, Tabak ab 18 Jahren. Die Lebensmitteleinfuhr ist ebenfalls bei Eigenbedarf gestattet (www.tullverket.se/en).

Norwegen gehört dem Europäischen Wirtschaftsraum an, jedoch nicht der EU. Als Deutscher kommst du mit gültigem Reisepass oder gültigem Personalausweis oder Kinderreisepass für maximal drei Monate herein. Bei Reiselänge über drei Monaten musst du bei der Polizei ein Besuchsvisum beantragen – maximal zwei Wochen nach Einreise.

Weitere Informationen zum Besuchervisum unter:
Informationen zum Besuchervisum (engl.)

Norwegische Banken und Behörden erkennen zum Teil den Personalausweis nicht an. Den deutschen Führerschein akzeptiert die Polizei.

Landeswährung ist die Norwegische Krone (NOK). Spirituosen kannst du bis maximal 1 Liter nach Norwegen mitbringen, ebenso wie 200 Zigaretten.

Weitere Informationen zu den norwegischen Zollbestimmungen unter:
» Norwegische Zollbestimmungen

Sicherheit und Reisebudget für Norwegen und Schweden

Sicherheit und Reisebudget Norwegen und Schweden

Mit der folgenden Checklist hast du deine Sicherheit und deine Finanzen im Blick:

• ADAC-Mitgliedschaft: Als einfaches oder ADAC-Plus-Mitglied kannst du Pannen- und Unfallhilfe beanspruchen.

• Arzt: Die Deutsche Botschaft in Stockholm hat eine Liste deutschsprachiger Ärzte veröffentlicht:
» Liste deutschsprachiger Ärzte zum Download.

Gesetzlich Versicherte legen beim Arztbesuch die Rückseite ihrer Krankenkassenkarte vor. Wenn du die Behandlung durch einen Privatarzt und einen „sinnvollen und vertretbaren“ Rücktransport im Notfall versichert haben möchtest, macht eine Auslandskrankenversicherung Sinn.

• Camping: Die Skandinavienpreise bewegen sich zwischen 18 Euro (nördliche, ländliche Gebiete) bis hin zu 50 Euro in Stadtnähe. Auf denen nach dem SKE-System zusammengeschlossenen Zeltplätzen benötigst du die Camping Key Europe, erhältlich vorab für 16 Euro bzw. 12 Euro für ADAC-Mitglieder oder auf dem Campingplatz. Im Register „Campingplätze“ der Website findest du 259 norwegische und 675 schwedische SKE-Plätze, mit Fotos, Adressen und Telefonnummern sowie ihren Website-Links. Mit der SKE-Campingkarte erhältst du Rabatte.

• Essen und Trinken: Einkäufe in Norwegen sind erheblich teurer als in Schweden. Die norwegischen Discounter heißen Rema 1000, Bunnpris und Kiwi. In den Städten kannst du preiswerter einkaufen als auf dem Land und im Süden billiger als im Norden. Aus Deutschland mitgebrachte Einkäufe für den eigenen Bedarf schonen ebenfalls deinen Geldbeutel. Wie ist es damit, dir deine Drinks selbst zu mischen bei den hohen Alkoholpreisen? Hier, zum Beispiel, Mario Kaps‘ Gin Tonic Camping-Cocktail.

» Rezept Mario´s Gin Tonic Camping Cocktail

Ähnliche Tricks kann man in Schweden versuchen, um das höhere Preisniveau gegenüber Deutschland zu kompensieren: Selbstkochen ist die beste Wahl. Mittags bieten Restaurants einen günstigeren Mittagstisch (dagens rätt, häufig bis 14 Uhr). In der Apfelsaison kaufst du die Früchte preiswert am Straßenrand. City Gross, Willys, Netto und Lidl sind Schwedens Discounter. Mitzubringen aus Deutschland lohnt sich eher Alkohol denn Lebensmittel.

• Maut: Schweden erhebt für Stockholm und Göteborg Innenstadt-Maut, außerdem eine sogenannte Infrastrukturabgabe für die Brücken in Sundsvall und in Motala. Auch die Öresundbrücke kostet Maut. Bezahlpflicht ist von Montag bis Freitag 6:00 bis 18:29 Uhr. In Norwegen gilt die Mautpflicht für Autobahnen und Überlandstraßen sowie innerhalb des Osloer Stadtgebietes.

Weitere Informationen Mautpflicht Norwegen:
» Mautpflichtige Straßen in Norwegen

Auch ohne ADAC-Mitgliedschaft zeigt dir maps.adac.de die Mautkosten deiner Route, die voraussichtlichen Tankkosten, Kilometer und Zeitaufwand sowie weitere Länderinfos an.

• Tanken: Die schwedischen und norwegischen Tankpreise liegen über den deutschen (Stand: Juni 2018). Die Gratis-App Navx zeigt die aktuellen Spritpreise in deiner Nähe (IPhone, für Europa). Für Android in Schweden bietet sich die Bensinfinnaren-App an. In Norwegen nicht den billigen Diesel Avgiftsfri tanken; das ist nur für Traktor- und Mähdrescher-Fahrer erlaubt.

Freistehen mit dem Wohnmobil – Wo und wann kannst du das in Skandinavien?

Freistehen mit dem Wohnmobil in Norwegen

Durch das Jedermannsrecht Norwegens, Schwedens und Finnlands kannst du dich frei in der Wildnis bewegen. Erlaubt ist dir, maximal zwei Nächte zu zelten (in wenig bewohnten Regionen mehr) und verantwortungsvoll Feuer zu machen.

Dich als Wohnmobilisten schließt das rechtlich nicht ein. Tolerieren tun die Einheimischen dich jedoch, zum Beispiel beim einmaligen Übernachten auf einem Parkplatz oder an einer Straße. Achte auf mögliche Verbotsschilder. Wenn du Dänemark durchquerst, darfst du auf Privatgrundstücken mit Erlaubnis freistehen.

Natürlich bist du mit einem Wohnmobil per se Camper und sind für dich die oft sehr naturnahen Campingplätze geschaffen. Gleichzeitig kannst du, wenn du kein Campingverhalten zeigst, Orte zum Parken zum Schlafen im Wohnmobil nutzen (z.B. keine Campingstühle direkt vor dein Wohnmobil stellen).

Schöne Stellplätze finden in den Nordländern

Die mehrsprachige Handy-App „park4night“ kommt in der Basisversion ohne Kosten aus. Ausgehend von deinem Standort (einem blauen Punkt) siehst du bei der Option „Karte“ Picknick-Symbole, Bäumchen (= Parkplätze), Zelte (= Campingplätze) und unterschiedlich farbige Wohnmobil-Zeichen (private und öffentliche Stellplätze, mit und ohne Bezahlung).
In den Textbeschreibungen der Plätze sind die Felder „GPS-Navi“ verlinkt mit Google Maps und anderen Navi-Apps.

Die App „Campercontact“ (Stellplätze) bietet dir ähnliche Funktionen, ist allerdings nur im 1. Monat gratis (Vollversion 2018: 5,49 Euro, für IPhone).

Als ADAC-Mitglied erhältst du kostenlos TourSets zu den von dir angegebenen Reisezielen (Telefon: 0 800 5 10 11 12). Die neuesten Reiseführer (Amazon) sind folgende:

• Norwegen mit dem Wohnmobil: Die schönsten Routen zwischen Südkap und Nordkap Norwegens in einem Wohnmobil Reiseführer; inkl. Tipps zu Stellplätzen, GPS-Daten und Streckenkarten (April 2018)

» Norwegen mit dem Wohnmobil: Die schönsten Routen zwischen Südkap und Nordkap Norwegens

• Reise Know-How Wohnmobil-Tourguide Nordkap – Die schönsten Routen durch Norwegen, Schweden und Finnland (November 2017)

» Reise Know-How Wohnmobil-Tourguide Nordkap

Wir hoffen, wir haben euch Lust gemacht auf Skandinavien. Hier kannst du dein Wohnmobil für deine Tour buchen: Mietanfrage

Hinterlassen Sie einen Kommentar