Wohin mit dem Wohnmobil im Herbst?

||Wohin mit dem Wohnmobil im Herbst?

Im Spätsommer genießen wir, hier, in Deutschland, die wilde Natur. Seen und Meere sind warm. Gleichzeitig macht sich der Herbst bemerkbar.

Durch eine Wohnmobil-Reise nach Spanien oder Portugal kannst du den Sommer verlängern. Bis in den November hinein erwischst du, mit Glück, warme Tage. Die Iberische Halbinsel ist über Frankreich Recht schnell zu erreichen.

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Mildes Herbstwetter in Spanien und Portugal

Andalusien in Südspanien Puente Nuevo in Ronda

Die Puente Nuevo ist eine Brücke in der Stadt Ronda in der andalusischen Provinz Málaga im Süden Spaniens.

Andalusien, die südlichste spanische Region, bietet euch mit folgenden Durchschnittstemperaturen einen goldenen Herbst:

  • September – Sevilla: 25 °Celcius, Córdoba 24 °C, Cádiz 23 °C, der Naturpark Coto de Doñana (Almonte): 23 °C, Granada 22 °C und die „weißen Dörfer“, rund herum um Ronda: 20 °C
  • Oktober: Sevilla 20 °C, Córdoba 19 °C, Cádiz 20 °C, Coto de Doñana 19 °C, Granada 16 °C, Ronda 16 °C

Auch die mittleren Wassertemperaturen laden noch zum Baden ein:

  • September – Costa de la Luz/Küste des Lichts (Cádiz) 22 °C, Costa del Sol/Sonnenküste (Málaga) 21 °C
  • Oktober – Cádiz 21 °C, Málaga 19 °C

Entfernungen und Reiserouten

Das warme Südspanien ist nicht weit: 2.600 Kilometer oder drei zügige Tagesreisen á acht Stunden mit dem Wohnmobil. Portugal und Spanien kannst du sehr gut verbinden.

Zuerst besuchst du, zum Beispiel, Madrid und die bergige Landschaft der Extremadura. Ihre Hauptstadt Mérida war einmal römisch.

Teatro romano de Mérida

Teatro romano de Mérida

Das Iberische Schwein lebt hier, südlich des Tajo-Flusses. Seine Ernährung von Steineicheln macht es schmackhaft und edel (z.B. Pata Negra-Schinken). Römische Legionäre entwickelten einst diese Schweinezucht.

Iberisches Schein südlich des Tajo Flusses

Iberisches Schein südlich des Tajo Flusses

Poute der Weine über Jerez und SevillaEine Alternativtour stellt die Route der Weine, über Jerez und Sevilla, dar. In Sevilla triffst du auf den arabischen Palast Alcázar und die Kathedrale „Maria de la Sede“ mit ihrer arabischen Giralda. Der Herrscher konnte zu Pferde im Mittelalter diesen 97 Meter hohen Turm begehen. Wenn es dunkel wird, leben die Straßen in der Altstadt. Sogar Familien mit Kindern sind unterwegs. Sevilla nennt man: „die Wiege des Flamenco“. Du findest hier feine und urige Gaststätten.

Tapas zum Vino Tinto (Rotwein) oder zu einem Caña (einem kleinen Glas Bier) laden zum Probieren ein:

  • Albóndigas – Fleischklößchen
  • Aceitunas – Oliven
  • Boquerones fritos – gebratene Sardellen
  • Mejillones – Miesmuscheln
  • Pinchos de tortilla – kleine Spieße mit Kartoffel-Omelett.

Spannend wird es bei den „Pimientos de Padrón“: Erst, wenn du die Spitze der gebratenen, kleinen Paprikaschoten abgebissen hast, weißt du, ob sie mild oder super scharf sind.
Jerez de la Frontera hat dem Sherry seinen Namen gegeben. 90 Kilometer südwestlich von Sevilla liegt die Stadt der Bodegas (Weinkeller). Der Namenszusatz ‚de la Frontera‘ vieler Orte hier, in der Region, verweist auf die früher umkämpfte Grenze von Kastilien zum Kalifenstaat. Das war in der Zeit der Reconquista – der Rückeroberung (bis 1492).

Gibraltar Strand SpanienCádiz befindet sich, von Jerez aus, noch weiter südwestlich. Auf dieser Halbinsel blühte die erste Hochkultur Europas auf. Bereits 1100 vor Christus bewohnten die Phönizier sie.

Auch Gibraltar, mit seinem berühmten Affenfelsen (Rock of Gibraltar), stellt ein historisches Zeugnis dar. Die Stadt ist seit 1713 britische Exklave.

Herzklopfen kann man beim Eingang nach Gibraltar bekommen: Man überquert das Rollfeld seines aktiven Flughafens.

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Von Südspanien (z.B. Sevilla) gelangt man in zwei Stunden nach Faro in Portugal – über die Autobahnen 49 und 22. In Portugal stellt man die Uhr eine Stunde zurück, gegenüber der spanischen und deutschen Zeit.

Zum Ausgehen und Tanzengehen ist Spanien auch im Herbst geeignet. Nähere Einzelheiten zu Südspanien verzeichnet www.andalusien360.de. Über die bunte Kultur Portugals gibt Auskunft: www.portugal360.de.

Flamenco und verwilderte Pferde in Südspanien

In Córdoba steht eine alte maurische Moschee aus der Zeit des mittelalterlichen Al-Andalus, mit einer christlichen Kirche in der Mitte.

Granada ist der frühere Herrschaftssitz des letzten Kalifen in Spanien. Die Alhambra ist der Anziehungspunkt und Weltkulturerbe der UNESCO. 1492 vertrieben die Reyes Católicos, die katholischen Könige, die Mauren aus ihrem Reich. Damals war ein friedliches Zusammenleben von Bürgern verschiedener Glaubensrichtungen möglich gewesen. So kann man in Granada das alte jüdische Viertel Realejo besichtigen. 1492 war auch das Jahr, als die Juden auswanderten, sofern sie nicht zum christlichen Glauben konvertieren wollten.

Die Alhambra in Granada

Die Alhambra ist eine bedeutende Stadtburg auf dem Sabikah-Hügel von Granada in Spanien, die als eines der bedeutendsten Beispiele des maurischen Stils der islamischen Kunst gilt.

In der Hauptstadt Andalusien, Sevilla, schlägt das Herz des Flamenco. Der durch „La Leyenda del Tiempo“ berühmte Flamenco-Sänger, El Camarón de la Isla, hatte hier als Zwölfjähriger seinen ersten Auftritt. Sein Vollblut, seine Seele und seine tiefen Gefühle beim Singen zeichneten ihn aus. In Sevillas Tablaos, kleinen Flamenco-Theatern, kannst du Flamenco-Aufführungen beiwohnen.

In Sevilla schlägt das Herz des Flamenco

Pueblos Blancos Cordoba SpanienDie „Weißen Dörfer“ (Pueblos Blancos) heißen so nach dem weiß getünchten Äußeren ihrer Häuser und Mauern. Von weitem leuchten die 30 Gemeinden in der Sonne. Die Herzöge von Arcos ließen in Arcos de la Frontera ihren Palast errichteten. Die Altstadt der bis 1263 muslimisch gewesenen Stadt ist vom Guadalete-Fluss aus hübsch auf dem Berg anzuschauen. Arcos stellt den Beginn einer Route durch die Weißen Dörfer dar. Die Kleinstadt Ronda ist Anziehungspunkt durch seine Brücke (Puente Nuevo) über die Tajo-Schlucht.

Den Nationalpark Coto de Doñana erreichst du mit deinem Wohnmobil in einer guten Stunde von Sevilla aus. Du kannst Unimog-Touren mit Parkranger buchen (Nationalparkstation: El Acebuche, bei Matalascañas). Das Reservoir ist für den Durchgangsverkehr gesperrt. Vögel wie die 70.000 Graugänse und 130.000 Krickenten rasten hier jedes Jahres, während ihres Zuges von Europa nach Afrika. Der seltene Pardelluchs ist hier beheimatet. Verwilderte Pferde bekommst du mit Glück vor deine Kamera. Und bei einer Tour, die morgens startet, läufst du über Dünen, an mannshohen Kakteen vorbei, der Sonne entgegen.

Tag und Nacht parken – so geht es ohne Erlaubnis

Smartphone Ansicht App Park4NightDie App „Park4Night“ zeigt dir kleine Stellplätze an, die Reisende wie du durch Zufall gefunden und in der App hinterlegt haben. Auch kommerzielle Stellplätze sind verzeichnet, Camping- und Picknickplätze.

Bitte beachte, dass das Campen außerhalb von Zeltplätzen in Spanien und Portugal untersagt sind. „Park4Night“ zeigt dir Parkplätze zum Tag-und-Nacht-Parken. –> Hier bist du meist geduldet, wenn du rücksichtsvoll bist. Parke, bitte, platzsparend. Einheimische und andere Wohnmobilisten freuen sich, wenn sie für das Picknicken und Angeln neben dir stehen können. Ein Tipp: Nimm Campingtisch und Stühle unter den Arm und setze dich von deinem Auto weg, an den Strand. Fahre keine Makise aus. Dann giltst du tendenziell als Parker und weniger als Camper, auch nachts.

Andalusien hat seit 2018 viele Stellplätze aufgewertet. Dem Hinweis eines Polizisten „Bitte suchen Sie einen Campingplatz auf“ braucht man nicht mehr zwingend nachgehen. Denn nach der neuen Camping-Verordnung sind Stellplätze nun eigene Kategorien zum Übernachten. Trinkwasser und eine Abwasserentsorgung findest du auf ihnen sowie Wifi und eine Rezeption.

Auf nach Portugal mit dem Wohnmobil

Portugal ist toll im Herbst! Es gibt nur wenig Regentage und Kühle. Das Land ist meist sehr trocken, außer an der Algarve-Küste, im Süden. Die vielen Stauseen (barragem) bieten sich an zum Übernachten.

Im Herbst handhabt die lokale Polizei (GNR) das Campingverbot lockerer als in der Feriensaison. Oft „schauen“ sie an schönen Naturschauplätzen „nach dem Rechten“. Es kann sein, dass sie euch freundlich bittet, den Platz zu wechseln. Oft wissen die Beamten eine andere, erlaubte Stelle am gleichen Stausee. Oder sie verweisen euch auf einen nahen Campingplatz.

Algarve Portugal am Strand

Die Algarve ist grün und saftig. Am Atlantik, zum Beispiel nahe der Marina de Lagos (im Südwesten) parkt man oberhalb der steilen Küstenfelsen. Außerdem gibt es natürliche Wohnmobil-Stellplätze in Faro und umzu:

  • Neben Faro Airport, GPS: 37,0149, -7,9846: Kostenfreier großer Stellplatz, Papierkörbe, wenig Flugverkehr, Busverbindung (Linie 16) in die Stadt, zum Strand und Flughafen, „Parque Natural da Ria Formosa“ 5 Minuten zu Fuß
  • Faro Strand: Kostenfreier, sehr kleiner Stellplatz beim Campingplatz, Wasserhahn und Toiletten nahe bei, Sandstrand, Restaurants (Avenida Poente), Wassertaxi zur Innenstadt und nach Faro Hafen
  • Quarteira (Loulé) Strand, GPS: 37,0598, -8,0849: Sonne, Sandstrand und Pinien, Papierkörbe, beliebter Platz für Portugiesen zum Picknicken und Angeln, Vegan-Vegetarisches Restaurant („Raizes“, Straße: Rua do Leste) u.a. eine Viertelstunde zu Fuß entfernt

Und falls euch Lissabon interessiert: Tanja hat hier ihren Lieblings-Stellplatz am Rio Tejo und ihre Stadtbeobachtungen notiert: www.crosli.de/reisebericht-lissabon.

Die billigsten Tankstellen und wie man Mautgebühren vermeidet

Benzin ist in Spanien günstiger als in Portugal. Die App „GasAll“ zeigt dir die billigsten Tankstellen in Frankreich, Spanien und Portugal. „FordPass“ weist sie dir für Spanien zu. Manchmal ist die preiswerteste Tankstelle auf dem Dorf. Oder in einer versteckten Ecke in der Stadt, ohne App nur Einheimischen bekannt.

Maut wird sowohl in Spanien als auch Portugal fällig. An den meisten Mautstellen bezahlst du per Karte oder bar.
Portugal hat mehrere Bezahlungssysteme für die Maut. Es gibt:

  • mautfreie Autobahnen und modernisierte Schnellstraßen. Google Maps findet sie, unter der Einstellung „Mautstraßen vermeiden“. André Bonsch hat eine mautfreie Route zusammengestellt (www.amumot.de/portugal-wohnmobil-touren-algarve).
  • Autobahnen mit Bezahlstellen
  • Autobahnen mit elektronischer Verbuchung

Für Letztere benötigst du vor Auffahrt eine elektronische Registrierung an den Welcome Points, direkt nach Grenzübertritt. Zu diesem „EASYToll“ (bis 30 Tage) existieren zwei Alternativen: die Registrierung an der Mautstelle mittels VisaCard (Deutsche MasterCards nehmen die Automaten nicht an).

Außerdem kannst du nachträglich bei der Post (Correos/CTT) ein Prepaid-Ticket für die „TOLLCard“ (für längere Reisen) erwerben. Man erfragt dort eine Telefonnummer. Mit dieser verbucht man nachträglich, telefonisch die erste Strecke. Eine sms zeigt an, wenn das Ticket fast leergefahren ist.

Der Maps-Routenplaner des ADAC rechnet euch die Maut aus (maps.adac.de).
Für EU-Bürger ist die Ein- und Ausreise frei möglich. Einzelheiten bezüglich der Einfuhr von Lebensmitteln, Alkohol und Tabak hat das Auswärtige Amt zusammengestellt (www.auswaertiges-amt.de).

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