Nantes – Villandry – Amboise – Chambord: 300 km, 3,5 h

Attraktiv für die folgende zweitägige Schlössertour sind besonders das Renaissance-Schloss Villandry wegen seiner Gärten auf mehreren Ebenen und das Schloss Amboise wegen des Grabes Leonardo da Vincis. Der dritte Vorschlag zielt auf das Schloss Chambord ab – das größte der Loire-Schlösser. Man fährt die Châteaus von Westen nach Osten ab. Für große Teile der Strecke kann man die A11 und später die A85 nutzen. Eine Online-Karte mit den Loire-Schlössern findet ihr hier: http://www.chateaux-de-la-loire.fr/loire_valley_map.htm.

Renaissance-Schloss Villandry

Renaissance-Schloss Villandry

Villandry ist mit seiner Eröffnung, 1536, eines der letzten Renaissance-Schlösser in der Loire-Region. Am Cher, kurz vor dem Zusammenfluss mit der Loire, gelegen, fehlen die für seine Zeit typischen mittelalterlichen Erker und Türmchen. Mit der Form des Daches war Villandry stattdessen ein avantgardistischer Vorbote der kulturellen Einflüsse von Heinrich IV., König von Navarra und Frankreich (1553-1610).

Villandry verfügt über einen Sonnengarten, einen Wassergarten und in Schlossnähe über Terrassen mit einem Belvedere: einem Aussichtspunkt. Darunter liegend trefft ihr auf die mit Buchsbaum bewachsenen Ziergärten und den „Garten der Liebe“. Der Kreuzgarten, Musikgarten sowie den in neun Quadraten aufgeteilten Küchengarten, weiter unten, vervollständigen die außergewöhnliche Aufzählung. Die Gärtner wechseln die Pflanzen im Küchengarten jährlich zwischen den Quadraten, wie man es schon im Mittelalter getan hat, um die Böden fruchtbar zu halten. Den italienischen Einfluss auf die Gärten sieht man an den Fontänen, Blumenbeeten und Lauben.

Das Schloss Amboise war das Königsschloss von Karl VIII., der 1470 bereits hier geboren und mit 13 Jahren König wurde. Mit 19 entstand seine Idee von Amboise als Hauptsitz: dem „Château Royal d’Amboise“. Im gleichen Jahr, als Christoph Kolumbus Amerika erreichte und die spanischen Könige ihr Land von den Mauren zurückeroberten, startete Karl VIII. den Ausbau Amboises. Als Jungvermählter ließ er Terrassen auf den Felsen anlegen. Bereits zwei Jahre später werkelten 170 Maurer und 70-90 Arbeiter, auch nachts. Flämische (belgische) Bildhauer modellierten die Skulpturen in der Hubertuskapelle. Seit seinem Italien-Feldzug, 1495, gaben Künstler und Architekten von dort dem gotischen Anwesen mit Zügen des Flamboyants ein stärker italienisches Gesicht. 1496 schließlich entstand zur Loire hin die Logis des Königs. Der vor 500 Jahren hier verstorbene Leonardo da Vinci ist in der Kirche bestattet.

Schloss Amboise

Schloss Amboise

Das größte Loire-Schloss, Château Chambord, vereinigt einen spätgotischen Baustil mit der Renaissance. Es war seinerzeit von einem riesigen Jagdgebiet, von fünfeinhalb tausend Hektar, umfasst.

Man vermutet, dass Leonardo da Vinci seine Ideen in die Baupläne Domenico da Cortonas einbrachte. 1519 startete König Franz I. unter Federführung seiner Baumeister, der Gebrüder Sourdeau, die Arbeiten für Chambord. Ziel war die Schaffung einer gigantischen, königlichen Jagdherberge mit 440 Zimmern für ihn und seine Gäste. Die Dachfirste der beiden Schlossflügel, mit ihren vielfältigen Kaminen, Fenstern und Türmen, sind einzigartig. Zwanzig Jahre nach Baubeginn kam Kaiser Karl V., und der Kernbau war noch nicht fertig. Von seiner Gestaltung her besonders, war das Prunkschloss zum Wohnen ungemütlich. Die Symbolik Chambords war wichtiger: das Ringen von Franz I. um die Herrschaft über das Heilige Römische Reich, die er Karl V. streitig machen wollte.

Loire-Schloss, Château Chambord

Loire-Schloss, Château Chambord

Direkt neben dem Schloss Chambord gibt es einen Stellplatz zum Übernachten, mit Ver- und Entsorgung und Strom. Alternativ ist acht Kilometer entfernt ein Campingplatz an der Loire auch im Oktober offen: in Saint-Laurant-Nouan. Habt ihr Lust, euch aufs Rad zu schwingen, so findet ihr auf der Website von „Les Châteaux à Vélo“ Karten für Fahrradtouren im Loire-Tal in pdf-Form: http://www.chateauxavelo.co.uk/share-download/brochures. Eine Strecke verläuft in der Nähe des Schlosses Chambord.

Im Loire-Tal befindet ihr euch in der drittgrößten Weinregion Frankreichs. Auf einer Distanz von 400 Kilometern stellen die Winzer Rot-, Weiß- und Roséweine bedeutender Appellationen (Anbau-Orte) wie Saumur/Anjour, Berry, Nantais, Touraine und Vendée her. Dazu kommen Schaum- und Dessertweine. Die Weinkeller in Saumur sind von außen sehr hübsch anzuschauen, weil sie in das hellgelbe Berggestein hineingebaut sind und oben darauf die Weinberge sind. Die Loire-Region ist der zweitwichtigste Schaumwein-Produzent mit seinem „Crémant de Loire“, nach denen aus der Champagne.

Kontakte:

  • Schloss Villandry: 3 Rue Principale, 37510 Villandry, ganzjährig geöffnet, täglich 9-18 Uhr, Gärten 7 Euro, Schloss + Gärten: 11 Euro
  • Schloss Amboise: Montée de l’Emir Abd el Kader, 37400 Amboise, ganzjährig geöffnet, täglich 9-18 Uhr (Oktober), keine Taschen allein stehen lassen aus Sicherheitsgründen für das Schloss, Eintritt 12,80 Euro, Kinder/Jugendliche (7-18 Jahre) 8,80 Euro
  • Schloss Chambord: Château, 41250 Chambord, ganzjährig geöffnet, 9-18 Uhr (30.03.19-27.10.19), 14,50 Euro, ermäßigt 12 Euro
  • Stellplatz: D112, 41250 Chambord, GPS: N 47°37’7.3127999999997” E 1°30’30.852” beziehungsweise 47.618698, 1.508570, ganzjährig geöffnet, 11 Euro à 24 h, Wasser 2 Euro à 10 min., Strom 5 Euro à 8 h
  • städtischer Campingplatz: 141 La Plage, 41220 Saint-Laurent-Nouan, GPS: N 47°41’12.4728” E 1°33’29.34” beziehungsweise 47.686798, 1.558150, ganzjährig offen

Routenplanung: Nantes – Villandry – Amboise – Chambord

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